Freundliche Alltagsgesten

Sonnenaufgang in Cirali

Heute kam mir bei meiner Abendrunde ( 1 1/2 Stunden rund um Cirali) die Idee, in meinen wöchentlichen Newsletter eine Rubrik hinzuzfügen zum Thema „Freundliche Alltagsgesten“. Vielleicht nenne ich sie auch „Sonnenstrahlen“? Das versteht aber wohl außer mir kein Mensch.

Es geht mir darum, ein kleines Gegengewicht zu schaffen gegen die Überschwemmung mit negativen Nachrichten. Man könnte den Eindruck bekommen, dass die Welt hauptsächlich aus Gewalt, Krieg und Hass besteht. So schlimm wie all diese Ereignisse sind, so wichtig finde ich es, die eigene Achtsamkeit und Wahrnehmung zu schulen für die kleinen schönen Dinge.

Und hier soll es speziell um Freundlichkeiten gehen. Wo wir Menschen erleben, die mit einer freundlichen unspektakulären Geste zeigen dass sie an andere denken, etwas nettes oder hilfsbereites tun, ohne etwas dafür haben zu wollen. Nicht einmal ein Danke schön oder Anerkennung, da es oft gar nicht bemerkt wird oder man nicht weiß, von wem es kommt.

Beispiel für eine freundliche Geste

Gestern Morgen habe ich mal kein Yoga vor dem Frühstück gemacht, sondern habe im Meer geschwommen. Ich habe nur ein Handtuch auf den Strand gelegt und ab ins Wasser.

Da sah ich einen alten türkischen Mann mit Hund am Strand entlang kommen und dachte noch: „Hoffentlich pinkelt mir der Hund nicht aufs Handtuch.“ (Wie komme ich nur auf so ne blöde Idee? Hier laufen auch sehr viele freie Hunde rum, die das noch nie gemacht haben).

Stattdessen sehe ich dann, dass sich der Mann neben meinem Handtuch bückt und Steine drauf legt. Damit es bei einem Windstoß nicht wegweht! Und ging weiter.

Er wusste gar nicht, wem es gehört, er schaute auch nicht aufs Meer, wollte kein Danke schön und Nichts. Es war einfach eine kleine für ihn wohl selbstverständliche Geste.

Mir zauberte sie ein zusätzliches Lächeln auf die Lippen. Wobei ich sowieso schon strahlte. Denn in der Morgensonne auf dem Sonnenstrahl im Meer hinauszuschwimmen – das ist schon Strahlefutter genug.

Nun möchte ich hier wöchentlich so ein kleines Beispiel einstellen. Das erfordert von mir natürlich auch ein bewussteres Drauf-Achten, was so um mich herum passiert an netten Verhaltensweisen.

Außerdem lade ich Sie ein, mir Ihre Erlebnisse und Beobachtungen per Mail zu schicken. Damit uns die positiven Beispiele nie ausgehen. ☺☺☺

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