Fangen Sie doch mal von hinten an – Kreative Lösungen

Kreativ-WalkTheorien sind schön und gut, am meisten lerne ich allerdings durch eigene Erfahrungen. Letzten Sonntag hatte ich wieder so ein Glühbirnen-Erlebnis (= Erkenntnis).

Zuerst erzähle ich die konkrete Story, danach geht es aber darum, wie man diese Erkenntnis auf den Alltag übertragen kann.

Der konkrete Anlass

Hier also erst mal die Geschichte.

Ich habe mir ja vor einigen Monaten vorgenommen, jeden Sonntag wandern zu gehen und habe es auch fast immer umgesetzt.

Diesen Sonntag nun war grauer Himmel und mehrere Schauern vorhergesagt. Ich habe spät gefrühstückt und hatte eine heftige Woche hinter mir. Daher war ich also kurz versucht, zu Hause zu bleiben und mir einen „gemütlichen Tag“ zu machen, mal ganz ohne Termine und Arbeit.

Gleichzeitig weiß ich aber, dass fast nichts so aufbauend und wohltuend für mich ist wie wandern. Doch die Vorstellung, womöglich stundenlang durch Regen zu laufen schreckte mich in dieser Verfassung doch etwas ab.

Kreative Lösung

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Tägliches Kopf-frei Ritual

Eine neue Gewohnheit

WalkenIch habe wieder etwas Neues angefangen und bin total begeistert – auch von mir! Sie wissen ja, wie schwer es ist, neue Gewohnheiten einzurichten.
Nun habe ich wieder etwas begonnen, dass toll für meine Gesundheit und Fittness ist und mir gleichzeitig ständig neue Ideen beschert, weil es mir den Kopf frei bläst.

Und zwar laufe ich hier in der Türkei nun jeden Nachmittag „die große Runde“ ums Dorf, die ca. 1 ½ Stunden dauert. Ich muss es immer ziemlich genau timen. Wenn ich zu früh gehe, ist es noch zu warm, wenn ich zu spät gehe, komme ich ins Dunkle. Im Moment laufe ich so um 17 Uhr los, dann komme ich in der Dämmerung wieder im Dorf an.

Positive Effekte

Natürlich tut mir die Bewegung körperlich gut. Ich liebe es inzwischen, die Bewegung zu spüren und durchaus auch ein wenig Anstrengung. Oft habe ich ein Affentempo drauf, habe einen richtigen Bewegungsdrang und renne los. Es ist eine tolle Abwechslung zum stillen am Laptop sitzen.

Vor allem bläst es aber den Kopf frei.
Befreit mich von negativen Gedanken und Gefühlen, die ich durchaus auch manchmal hier im Paradies habe. An einem Tag ging so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte, der Support war nicht erreichbar, jedenfalls nicht so schnell, wie ich es in meiner Ungeduld wollte. Dann habe ich mich über jemanden geärgert oder was auch immer.

Da hilft Anstrengung und Bewegung sehr, ich kann mich sozusagen austoben nd abreagieren.

Es bläst aber auch den Kopf frei für neue Ideen. Es gibt Momente, die mich an Meditation erinnern, Sekunden, wo ich einmal nichts denke, und nur wahrnehme und spüre. Wind, Sonne, Gerüche, Geräusche. Und einfach gehe…

Oft kommen dann auch neue Ideen, was mich ja auch auf die Idee des Kreativ-Walks® brachte.

Was macht Ihren Kopf frei?

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Den Sommer erwandern

20160807_152234In den letzten Monaten versuche ich jeden Sonntag frei zu halten für eine Tageswanderung. Ich freue mich schon die ganze Woche darauf, weil es einfach das Beste ist, was ich für mich entdeckt habe.
Es geht mir vor allem darum, den ganzen Tag draußen zu sein, in der Natur. Auch die Bewegung tut mir gut, aber ich baue auch immer wieder Pausen ein. Um einfach nur da zu sitzen und in die Weite zu schauen. Um die vielen Ideen aufzuschreiben, die mir beim Wandern kommen (wenn ich alleine gehe). Um irgendwo einzukehren, lecker zu essen und mich mit meiner Wanderbegleitung zu unterhalten.

Ich erlebe beim Wandern reine Glücksgefühle, obwohl ich mich früher nie bewegt habe und schon einen Spaziergang anstrengend fand. Das hat sich in den letzten Jahren sehr geändert und das ist ein weiterer Aspekt, der mich freut. Auch im Alter kann man also noch seine Fittness gemächlich steigern und Bewegung regelrecht genießen.

Alleine, zu zweit oder in Gruppen?

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Freiheit und Glücksgefühle

20160710_123037Am Honrather Bahnhof parkte ich mein Auto und lief los. Schon nach wenigen Metern durchfluteten mich Glücksgefühle. Frei! Einen ganzen freien und komplett ungeplanten Tag hatte ich vor mir – in schönster Natur.

Ich erinnerte mich an meine schlimmste Burn-Out Zeit, als ich das Wandern neu entdeckte. Damals war ich spontan nach Ahrweiler gefahren, wo ich immer bei Verwandten meine Kinderurlaube verbracht hatte.

Mit jedem Kilometer, den ich mich von zu Hause entfernte, wurde mir leichter. Ich ließ den ganzen Stress und die akute Belastung räumlich hinter mir. Als ich dann dort loswanderte, fühlte ich mich wie im Urlaub und nicht nur auf einem Sonntagsspaziergang.

20160710_124208Ich war weit weg vom Alltag. Es war eine andere Landschaft als das Bergische Land, das half mir, auch innerlich Abstand zu gewinnen.

War es ein Weg-Laufen? Oder ein Hinzu-Laufen? Ich glaube, weder noch. Es ging um’s Laufen selber und um die wunderschöne Natur, die sehr abwechslungsreich war.

So erlebte ich es auch heute wieder.

Den Tag sich vor mir aufrollen lassen. Ganz im Moment sein. Wahrnehmen, wir mir ist. Habe ich Durst? Möchte ich eine Pause machen oder mich bewegen und meinen Körper spüren?

Ich war noch kaum vom Parkplatz runter, schossen mir die ersten Ideen durch den Kopf. Doch ich wollte zuerst in den Wald und in den Schatten, ehe ich sie notierte. Es wäre doch zu albern aus dem Auto zu steigen und schon anfangen zu schreiben… :-).

20160710_115648Nach der ersten Schreibpause ging es also weiter. Plötzlich tauchte hinter mir ein Paar auf. Der Mann redete und redete, pausenlos und ziemlich laut. Ich konnte meine eigenen Gedanken nicht mehr hören. So blieb ich stehen, machte Fotos und ließ sie vorbeigehen.

Lief dann weiter, glücksbeseelt.

In einem netten Dorf peilte ich meine Bank unter der Linde an, um weiterzuschreiben. Dabei genoß ich meine neue Kreation: Wasser mit ein paar Zitronenspritzer. Was das ausmachte! Sehr erfrischend und nicht so langweilig wie immer nur Wasser.

Auf diesem Weg begegnen mir immer wieder Menschen, Paare und Gruppen. Manche grüßen, manche nicht, mit manchen kommt man ins Gespräch, wenn man sich zum dritten Mal trifft.
Dazwischen habe ich meine Ruhe, in der sich Ideen bilden können oder der Kopf immer ruhiger wird. Und ich einfach nur Glücksgefühle erlebe über eine so schönen Tag.

Es ist so einfach. Einfach nur raus aus dem Alltag und sich in der Natur bewegen und Zeit und Raum schaffen, dass sich Dinge entwickeln können – das ist höchstbefriedigend und beglückend.

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Anleitung für einen Kreativ-Walk®

Den Kreativ-Walk® habe ich als eigenes Seminar entwickelt, nachdem ich immer wieder feststellte, wie mir beim Wandern jede Menge Ideen von selbst zuflogen. Die Bewegung in der Natur machte mir den Kopf frei und brachte mir zudem viel Energie und gute Laune.

Der Kreativ-Walk® ist auch Bestandteil meiner Türkei-Seminare, wo wir uns 6 Tage lang intensiv mit dem Herzensprojekt befassen.

Sie können Ihn aber auch zu Hause einbauen. Vielleicht am besten an einem Sonntag, falls Sie sich nicht in der Woche einen ganzen Tag dafür frei schaufeln können. (Bei Freiberuflern wäre das ja zumindest theoretisch möglich).

Planen Sie dafür mindestens einen halben Tag ein, besser noch einen ganzen, damit Sie auch entsprechende Pausen einplanen können und ganz ohne Druck den Tag gestalten können. Pausen sind für die Kreativität oft das Wichtigste, denn da haben die Ideen Zeit, sich zu entwickeln.

Wählen Sie einen Wanderweg in der Natur, entweder einen, den Sie schon kennen oder auch einen neuen. Es gibt von jeder Region sehr gute Wanderwegbeschreibungen, die Sie einfach im Internet finden. Sie sind meiner Erfahrung nach auch meist gut ausgezeichnet- und das Erkunden neuer Wege und nach den Zeichen suchen ist schon ein wunderbarer Bestandteil des Kreativ-Walks.

Ich stelle Ihnen nun einige mögliche Stationen vor, die Sie dann selbst nach Gegebenheit (eine Bank oder eine andere Sitzmöglichkeit – oder nach Zeit) an den passenden Stellen einbauen.

(Tipps, was Sie auf den Kreativ-Walk mitnehmen, bekommen Sie in der Checkliste, die Sie hier finden).

Stationen

Am besten wählen Sie 5-8 Stationen aus, bei mir hängt es von der Länge der Wanderung und dem konkreten Wanderweg ab, wieviele Stationen es gibt. Stationen bedeutet auch nicht immer unbedingt anhalten, manche Aufgaben und Phasen werden während des Wanderns gemacht.

Station 1: Ihr Thema oder Ihre Frage klären

Das machen Sie am Ausgangspunkt, z.B. am Parkplatz, von dem aus Sie losgehen.
Machen Sie sich Ihre Frage, Ihr Thema noch einmal klar und notieren Sie diese, wenn Sie es nicht vorher schon gemacht haben.

Station 2: Gehen

Laufen Sie dann erst einmal einfach los, ohne bewusst an etwas zu denken. Spüren Sie die Bewegung, schauen und spüren Sie die Natur um sich herum. Bei einem Kreativ-Walk (in Ahrweiler) geht es erst einmal steil bergauf, so dass ich außer Atem bin und kaum denken, geschweige denn sprechen kann. Jedes Mal wenn ich dann oben an der Bank ankomme, merke ich, dass mein Kopf frei ist!

Genießen Sie also erst einmal nur das Gehen in der Natur, das Gefühl von Freiheit, mal einen Tag raus aus dem Alltag, weg von zu Hause zu sein. Ein bisschen Abenteuer genießen, neue Wege gehen.

Station 3: Reizworte sammeln

    

Sie können sich nach ca. 30 Minuten eine Bank suchen oder während Sie weitergehen nach „Reizworten“ Ausschau halten. In diesem Fall sind es keine Worte, sondern irgendwelche Gegenstände, die Ihnen plötzlich ins Auge fallen. Es muss überhaupt nichts Besonderes sein. Ob es ein Baumstumpf ist, eine Zigarettenkippe, ein Hochsitz, ein Vogel am Himmel, eine dicke Wolke – es ist völlig egal. Schreiben Sie sich alle Reizworte auf, die Ihnen ins Auge springen,  vielleicht machen Sie auch Fotos davon.

Station 4: Wählen Sie drei Reizworte aus

Suchen Sie sich dann eine Sitzgelegenheit, auf einer Bank oder auf der Wiese.

Jetzt kommt der „schwierige“  kreative Teil: Stellen Sie eine Verbindung zwischen den Reizworten und Ihrer Frage her.

Beispiel: Ihr Thema war vielleicht: „Wie bekomme ich mehr Teilnehmer für mein Lieblingssseminar?“ oder „Wie kann ich meinen Mann davon überzeugen aufs Land zu ziehen?“ oder was auch immer.

Ein Reizwort ist zum Beispiel: Hubschrauber.

Dann spinnen Sie erst einmal fröhlich los, ganz nach den Regeln des klassischen Brainstormings. Alles ist erlaubt, es geht erst einmal um Menge. Ruhig auch völlig verrückte Ideen aufschreiben, daraus können später dann noch ganz andere entstehen…

Diese Ideen schreiben Sie ohne großes Nachdenken und OHNE JEDE INNERE ZENSUR alle untereinander auf:

– Die Teilnehmer mit einem Hubschrauber abholen lassen
– Den Teilnehmern eine kostenlose Ballonfahrt versprechen
– Etwas Auffälliges in meine Werbung packen
– kleine Plastik-Flugzeuge in Werbebriefe stecken
– ein Video drehen, bei dem am Anfang ein Hubschrauber durch das Bild fliegt
– einen Hubschrauber mieten, der ein Werbebanner von mir hinter sich herzieht

usw.

Das sind natürlich in der Tat „verrückte“ Ideen, aber:
1. macht es Spaß, so rumzuspinnen und gute Laune und es macht den Kopf frei und locker
2. kann ich mit ein wenig „Übersetzungsarbeit“ daraus brauchbare Ideen basteln

Was heißt Übersetzungsarbeit? Wenn ich es nicht wortwörtlich nehme, sondern im übertragenen Sinne verstehe, was fällt mir dann dazu ein?
Was fällt mir ansonsten durch diese Ideen sonst noch ein?

Mir fällt das Wort „Überflieger“ ein, was könnte ich daraus basteln? In der Ausschreibung?
Mir fällt ein, wie ich in einem Zeichenkurs gelernt habe, lustige Hubschrauber fürs Flipchart zu zeichnen. Vielleicht kann ich das für die Werbung nutzen?
usw.

Sie sehen vielleicht, wie sich daraus konkrete Gedankengänge entwickeln.

Pause

Nun machen Sie einfach mal Pause, essen und trinken etwas, vielleicht gibt es irgendwo ein Plätzchen, wo Sie eine kurze Siesta machen können.
Beim Böll-Weg habe ich einen Baum auf einer Wiese mit Weitblick, wo ich mich nach dem Mittagessen gerne kurz hinlege.

Station 5: Schreibdenken

Wenn Sie die Mittagspause in einem Lokal gemacht haben, gehen Sie ein Stück weiter und suchen sich einen schönen Platz in der Natur.

Nehmen Sie Ihr Heft raus und schreiben Sie einfach drauf los, was Ihnen gerade durch den Kopf geht. Möglichst ohne nachzudenken und ohne Pausen. Sie müssen nicht an irgendwelche Reizworte oder Methoden denken. Schreiben Sie einfach 10-15 Minuten am Stück alle Gedanken auf, die Ihnen gerade kommen.

Station 6: Weiterwandern

Nun wandern Sie weiter und vielleicht kommt Ihnen ein Spruch in den Sinn, ein Liedtitel, ein Motto?

Beim Böll-Weg steht dort ein Wegkreuz, auf dem steht: „Licht wird auf deinem Weg scheinen“.

Wie können Sie diesen Spruch, das Motto, den Lied-Titel auf Ihr Thema beziehen? Was fällt Ihnen dazu ein…

Lassen Sie den Impuls beim weiterwandern einfach wirken, Sie müssen nichts  bewusst tun.

Station 7: Sitzen, Notizen machen, schauen, was noch kommt

Nach 1-2 Stunden können Sie noch einmal anhalten und aufschreiben, was Ihnen vielleicht in der Zwischenzeit an Ideen und Anregungen durch den Kopf ging. Vielleicht sind auch noch Fragen aufgetaucht oder der Wunsch, schon mal etwas zu strukturieren? Schreiben Sie auf, malen Sie ein Mind Map oder Skizzen- oder schauen Sie einfach auf die schöne Landschaft.

Station 8: Ausblick, Bogen zum Anfang spannen

Nun sind Sie entweder wieder am Ausgangspunkt angekommen oder kurz davor.
Spannen Sie einen Bogen und betrachten Sie den gesamten Tag. Wie würden Sie die Essenz beschreiben, wenn Sie es mit 5 Sätzen tun müssten.

Schreiben Sie diese auf.

Sie können auch ein Gedicht schreiben, wenn das besser passt.

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Sie können später zu Hause mit der Reizwort-Methode weiter arbeiten, doch für heute sollten Sie erst einmal alles sacken lassen und den Sonnenuntergang genießen.

Meine Erfahrung und die der anderen Teilnehmer ist, dass oft sehr schnell viele Ideen auf einen einstürmen, so dass man ständig stehen bleiben muss, um sich Notizen zu machen. Das ist natürlich völlig in Ordnung, denn deshalb machen Sie diesen Walk.

Lassen Sie sich die Dinge so entwickeln, wie sie sich entwickeln. Und auch wenn scheinbar gar nichts passiert und sie an Gott und die Welt oder gar nichts denken und nur den ganzen Tag laufen, ohne eine einzige Idee aufzuschreiben – seien Sie sicher, dass Ihnen und Ihrer Kreativität dieser Tag gut getan hat. Und dass anschließend die Weiterarbeit am Thema um vieles leichter geht und produktiver ist. So oder so- dieser Tag ist ein Gewinn und ein Geschenk. Genießen Sie es!

ABC des Kreativ-Walks®

Eine kleine Sprachspielerei

Was so ein Kreativ-Walk® oder ein Wander-Coaching bewirken und beinhalten kann, führe ich hier spielerisch auf, indem ich Assoziationen zu jedem Buchstaben des Alphabets schreibe.

Vielleicht fällt Ihnen noch mehr dazu ein? Dann können Sie die Sammlung gerne ergänzen.

Übrigens: der nächste Termin für einen Kreativ-Walk ist der 26. Juni. Der Bauernhof-Weg im Bergischen Land. Er startet vom Bahnhof Honrath aus, so dass Sie auch mit dem Zug anreisen können.
Anmeldung

Achtsamer Anfang
Anstrengender Aufstieg

Beharrliche Bewegung
Bezaubernde Bilder

Charismatisches cleveres Coaching 🙂

Durchlüftetes Denken
Dauerhafter Durchblick
Dramatisches   Durchhalten

Erfolge erwandern
Energetisches Erinnern
Erfreuliche Entdeckung
Einfallsreiche Erkenntnisse

Fruchtbare Frische
Fesselnde Fotos

Geniale Gedanken

Humorvolle Höhenflüge

Innovative Ideen
Intuitive Inspiration

Jederzeit jugendlich 🙂
Jodelndes Jauchzen
Jährliches   Journal

Kreative Klarheit

Lustvolles Latschen
Liebevolles Lümmeln

Mühelose Mind Maps
Mutiges Marschieren
Mit Mut-Muskel

Natürliches Nachdenken
Neue Niederlassung

Offensichtliche Ordnung
Originelle Offenbarung

Praktische Produkte
Prima Prozesse

Quirliges Querdenken

Risikofreudiges Reisen und Rasten
Rätselhafte Reizworte

Sinnesfrohe Sammlung
Seltene Stimmungen

Tapsende Tiere
Taufrische Träume
Tapfere Taten

Unvergessliche Unterhaltung
Ursprüngliches Urlaubsfeeling
Unglaubliche Umorientierung

Völlige Vielfalt
Vielseitige Veranstaltungsplanung

Wunderbare Weitblicke
Weise Worte

Xylithische Xylophonklänge

Yin-Yoga

Zielstrebige Ziele
Zauberhafte Zeichnungen

Sie wollen mitwandern? Genauere Infos zum Bauernhof-Weg.
Melden Sie sich hier an.

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Schwanensee für drei Enten

20160512_063804Heute haben wir uns vor dem Frühstück aufgemacht nach Olympos, einer Ausgrabungsstätte in der Nähe von Çıralı. In der sanften Morgensonne ist es dort besonders schön, und es sind noch keine anderen Touristen da.

So können wir die mystische Atmosphäre des Ortes in Stille genießen und dort nach Zeichen und Anregungen suchen für das Thema, das gerade bearbeitet werden soll.

Manchmal bietet sich die Reizwort-Methode an, heute waren es aber mehr Erlebnisse und Situationen, die wir als Hinweise für unsere Fragen nehmen konnten.

Zum besseren Verständnis ein paar Beispiele:

Drei Hunde

20160512_072826Bis zur Ausgrabungsstätte gehen wir ca. 20 Minuten am Strand entlang. Sofort waren Hunde um uns herum, die ich erst mal verscheuchen wollte. Sie ließen sich aber nicht beirren. Nach einer Weile fiel mir dann auf: der schwarze Hund lief neben I., der weiße Hund neben V. und mir hatte ich dann den braunen Hund zugeordnet. Und mir kam der Satz in den Sinn: Wir haben drei Begleiter. Das fand ich dann ganz nett und die Hunde gingen tatsächlich die ganzen drei Stunden mit uns hin und zurück.

Diese Zahl drei begegnete uns im folgenden noch öfter.

In Olympos führen mehrere Seitenwege zu Ruinen von Kirchen und einem römischen Tempel, zu Sarkophargen und anderen Bauten. Als ich vom zweiten Weg zurück kam, sah ich im Fluß drei Enten dicht zusammen schwimmen.
Ah, wieder drei, dachte ich und wollte ein Foto von der Idylle machen.

20160512_073109Da stürzten sich unsere drei Hunde auf sie, balancierten auf Steinen und Schlamm und sprangen teilweise ins Wasser und kläfften die armen Enten an. Diese schwammen etwas hektischer davon, die Hunde  von beiden Uferseiten aus oder gar im Wasser jagten sie weiter. Die Enten schwammen hin und her, flatterten mal ein bisschen, ließen sich aber nicht wirklich ins Bockshorn jagen. Erst später fiel mir ein, dass sie ja auch locker hätten wegfliegen können.

Schließlich schlug ich vor, dass wir weitergehen, damit die Hunde uns folgen. Was sie dann auch brav taten und die armen Enten in Ruhe ließen.

Wie entwickelt man daraus Ideen und Lösungen?

Später auf dem Köşk arbeiteten wir im Sinne der Reizwort-Methode damit weiter.

Meine Fragestellung bezog sich auf die nächsten Seminare, die ich im Herbst in der Türkei wieder anbieten möchte. Da war dann eins der Reizworte „Begleiter“. Daraus kann sich die Frage ergeben: Will ich die Seminare mit einem anderen Trainer zusammen anbieten? Oder: Wen kann ich hier vor Ort als „Begleiter“ einsetzen, also als Unterstützung? Und dazu fielen mir einige konkrete Möglichkeiten ein.

Die Situation mit den gejagten Enten könnte man als Beispiel dafür nehmen, sich nicht so schnell ins Bockshorn jagen zu lassen, wenn jemand „bellt“. Wenn sich also andere aufregen oder einen nerven oder oder… Das hängt natürlich von der konkreten Fragestellung ab, was man da als Metapher sieht.

Kreative Gedankenspiele

Diese Spielereien mit Worten und Situationen machen Spaß und öffnen den Geist für wirklich neue Gedankengänge und Wege. Dabei springen die Assoziationen frei hin und her. Um bei meinem Beispiel zu bleiben: Mal ging es um Methoden, mal um den Rahmen des Seminars, um mögliche Veränderungen, neue Wege (ganz wörtlich), mal um die Gruppe oder um mein eigenes Verhalten.

Das Ordnen und Auswählen der Ideen und Gedanken kommt dann erst im nächsten Schritt.

Auch der Titel für diesen Beitrag war einfach so ein spontaner Einfall, der uns zum Lachen brachte und der mir gefiel.
Man könnte ihn beispielsweise so interpretieren, dass im Leben manches oft dramatischer aussieht, als es in Wirklichkeit ist. Oder dass es manchen Spaß macht, „Theater zu spielen“ oder „Dramen aufzuführen“ oder gar ein Ballett.

Es könnte aber auch die Idee daraus erwachsen, im Seminar am Ende ein Theaterstück aufzuführen oder einen Sketch einzubauen – was auch immer an Assoziationen entsteht.

Probieren Sie es mal aus:
Entweder haben Sie schon eine konkrete Fragestellung oder ein Problem und dann halten Sie einfach mal die Augen offen, welche „Zeichen“ Ihnen begegnen.

Oder Sie erleben solche Situationen, die Ihnen irgendwie auffallen, und die speichern Sie quasi auf Vorrat für eine spätere Kreativübung zu einem Thema.

 

 

Ich gehe meinen Weg

Sie kennen vielleicht diese Übung, bei der man den immer gleichen Satz spricht, aber jeweils ein anderes Wort betont. Dadurch bekommt der Satz jedes Mal eine ganz andere Bedeutung.

2014-03-02 13.11.45-1Heute beim walken ging mir plötzlich dieser Satz durch den Kopf. „Ich gehe meinen Weg.“

Diesen Satz habe ich dann mit den verschiedenen Betonungen durchexerziert und das Ergebnis war ziemlich aufregend und bei diesem speziellen Satz wird es auch zwangsläufig etwas persönlicher.

Probieren Sie es selbst aus. Sie können es ja mit einem anderen Satz machen, der für Sie gerade wichtig ist.

Ich gehe meinen Weg.

Es geht um mich. Und wer sonst sollte meinen Weg gehen außer mir?
Andere gehen andere Wege, nämlich ihre.

Ich gehe meinen Weg.

Gehen hat mit Bewegung und Veränderung zu tun. Welche Veränderungen stehen an? Wohin will ich mich bewegen?

Und auf der ganz praktischen konkreten Ebene: Es ist mein Ziel, mich jeden Tag zu bewegen, zusätzlich zu meinem morgendlichen Yoga. Am liebsten eine Stunde walken, was aber je nach Terminen nicht immer geht. Aber dann wenigstens aufs Trimmrad oder andere Aktionen.

Ich gehe meinen Weg.

Für mich macht es nur Sinn, wenn ich die beiden Worte zusammen nehme.

Das ist ein Thema, das mich ein Leben lang begleitet und auch immer wieder auftaucht in Coaching und Therapien, die ich mir gönne.

Es ist nicht so einfach und immer wieder ein Lernthema, auch für mich in meinem Alter. Mir immer wieder zu sagen: Es ist mein Weg und ich habe das Recht, eigentlich auch die Pflicht, zu entscheiden, wie ich meinen Weg gehen will. Meinen Lebensweg, meinen beruflichen Weg. Sehen, wohin der mich  führt, wie experimentierfreudig ich bin, was ich alles ständig noch verändere und Neues versuche. Und das kann auch niemand anderes entscheiden.

Trotzdem bin ich wie alle anderen Menschen von allen möglichen Erwartungen, Prägungen und unbewussten Strukturen beeinflusst, so dass man  da wirklich immer wieder genau hinschauen muss. Mach ich das jetzt, weil das wirklich mein Weg ist oder weil ich denke, dass andere das erwarten, dass ich das tue.

Es hat auch viel mit Achtsamkeit zu tun. Denn oft meinen wir, dass wir unseren Weg gehen, während wir schon längst den Kontakt zu unserem innersten Wegweiser verloren haben.

Stattdessen bemühen wir uns, die Erwartungen von anderen zu erfüllen, Ansprüchen zu genügen, die vielleicht gar nicht wirklich unsere sind. Uns scheinbaren Zwängen beugen, die wir aber ebenso gut durchbrechen könnten.

Ich gehe meinen Weg

Da fällt natürlich jedem das leider inzwischen schon inflationär gebrauchte, aber dennoch richtige Zitat aus dem Zen ein: „Der Weg ist das Ziel.“

Das heißt, ganz egal was das Ziel ist und ob ich es so erreiche, wie ich es ursprünglich vor hatte, wenn ich den Weg wirklich bewusst gehe (und das ist ja eigentlich der Gedanke des Zen dahinter), völlig achtsam und bewusst wahrnehme, was ist und mich auch mit dem arrangiere, was ist, dann kann so ein Weg eine ungeheure Lernerfahrungen ermöglichen. Auch gerade, wenn er Umwege macht und nicht schnurstracks zum Ziel führt. Und das Ziel ist im Grund dann nur noch das Sahnehäubchen oder die Belohnung oben drauf.

Abgesehen davon, dass sich das Ziel auch während des Weges wieder verändern kann, dass sich der Horizont verschiebt und spätesten da merkt man: es geht wirklich um den Weg.
Es geht darum, loszugehen, etwas anzufangen, etwas zu initiieren, etwas umzusetzen und nicht nur in Gedanken und Zielvisionen  hängen zu bleiben. Sondern auch einiges dafür zu tun, sich dort hin zu bewegen.

Und während ich mich eben auf diesem Weg bewege, passieren die Dinge, um die es eigentlich geht. Wo ich lerne, wo ich neue Erfahrungen machen kann, wo ich Begegnungen habe, Erkenntnisse usw.

Den eigenen Weg bestimmen

Um den eigenen Weg zu finden und auch den Mut zu entwickeln, ihn konsequent zu gehen, ist es hilfreich, bewusst Abstand zu nehmen und sich aus dem Alltag herauszuziehen. Am besten noch mit einem räumlichen Abstand und von außen auf sein Leben schauen.

Verbringe ich meine Zeit mit den Dingen, die ich tun möchte? Die ich sinnvoll finde und die mir und anderen Freude bereiten? Oder hänge ich wieder mal in einer Tretmühle, die frustrierend und Kräfte zehrend ist?

Es lohnt sich,  so einen Blick von außen auf das eigene Leben und seine Arbeit zu werfen und sich dafür auch eine Auszeit zu nehmen.

Das kann die tägliche Stunde walken sein, die immer wieder eine Unterbrechung bringt und frische Luft durchs Gehirn bläst.

Das kann ein ganzer Tag sein, wie beispielsweise der Kreativ Walk oder ein Wochenende, das man in der Natur verbringt.

Oder so ein ganz besonderes Seminar, wo Sie eine Woche Zeit haben mit Abstand vom Alltag, mit weitem Blick und weitem Herzen in schönster Natur zu prüfen, wo Sie stehen und zu planen und zu kreiieren, wohin Sie weiter gehen.
Diese Möglichkeit haben Sie bei meinen Türkei-Seminaren, dem Orient-Express wo Sie ein Herzenprojekt planen, oder „Ihr Leben gestalten und planen“ oder ganz speziell die Zeit Ü50/ Ü60 kreativ gestalten wollen. Diese Seminare biete ich immer im Frühjahr und Herbst in der Türkei an.

Damit Sie wieder sagen können:

Ich gehe meinen Weg.

Und um noch ein Beispiel zu nennen: Ich habe gemerkt, dass es mir ungeheuer gut tut, viel in der Natur zu sein und mich eben auch viel zu bewegen.
Sie glauben aber nicht, was für Kämpfe ich da mit mir und meinem „Leistungsdenken“ oder was auch immer ausfechten musste, um mir „zu erlauben“, mittags vom Schreibtisch zu verschwinden und eine Stunde zu walken. Wo doch immer soo viel auf dem Schreibtisch liegt…

Noch krasser ist das natürlich mit meinen immer länger werdenden Türkei-Aufenthalten. Obwohl ich da ja auch arbeite, Seminare anbiete, Webinare durchführe und Bücher schreibe (sprich: nicht nur Urlaub mache). Aber mich da „zu trauen“ und die Zeiten bewusst immer weiter auszudehnen, war auch nicht immer so leicht. Und nicht immer wieder in Rechtfertigungen zu fallen, sondern einfach froh und stolz zu sagen: Ja, ich habe es geschafft, große Teile meiner Lebens-Vision schon umzusetzen!

Ich kann nur alle dazu einladen, das ebenfalls zu machen. Denn es ist unser Leben!

 

Gehen macht glücklich

Geschrieben am 03.01.2016

2014-02-02 11.10.20Es ist erst einige Jahre her, dass ich entdeckt habe, dass ich gerne laufe. Laufen im Sinne von gehen. Davor habe ich nur regelmäßig Yoga gemacht (wie auch noch heute), aber das war’s auch mit Bewegung.

Bei meinen Wüsten-Touren fiel mir das Gehen sehr schwer, zumal wir da oft durch tiefen Sand Düne auf und Düne ab stapfen mussten. Das ist sehr anstrengend.

Später dann entdeckte ich Nordic Walking, machte dort auch einige Kurse und hetzte mit der Gruppe einmal die Woche durchs Bergische Land. Auch das war anstrengend (das Tempo der Gruppe), aber da merkte ich zum ersten Mal, wie gut mir das tat. Auch psychisch. Körperlich sowieso.

In den letzten Jahren habe ich es dann zunehmend gesteigert. In der Türkei laufe ich meinen geliebte Kanalweg, hier zu Hause habe ich begonnen, vor allem sonntags längere Wanderungen im Bergischen Land oder an der Ahr zu unternehmen. Mal alleine, mal mit einer Freundin. Ab und zu in kleinen Gruppen.

Aus dem Burn-Out herauswandern

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