Äpfel zum Mitnehmen

20161106_111214_resizedAuf meiner letzten Sonntagswanderung kam ich an diesem Korb vorbei.

Vorher war mir eine Wandergruppe begegnet, bei der auffällig viele Äpfel kauten. Nun wusste ich, woher sie die Äpfel hatten.

Passend dazu hatte mir letzte Woche eine Kollegin, die inzwischen in Wales lebt, dazu geschrieben:

Uns macht es jedes Jahr um diese Zeit immer Spaß, Körbe mit Kochäpfeln zum Mitnehmen auf den Wanderweg auf der anderen Kanalseite zu stellen. Und da findet sich immer mal wieder ein nettes Briefchen im Korb, z.B. so: „Mm … Apfelkompott zum Nachtisch! Danke!“

Danke für die Zusendung dieser schönen Idee, die sich dann direkt auch hier materialisierte :-).

 

 

Freundliche Alltagsgesten: Step Sticks to go

Das heutige Beispiel begegnete mir noch in der Türkei. Inzwischen sitze ich ja wieder am heimischen Schreibtisch.

20161025_180900Bei meiner täglichen Abendrunde traf ich eines Abends auf diese tolle Idee. Das Bild spricht ja eigentlich schon für sich. Einige Stöcke an der Wand und auf dem dicken Stein darüber steht: Step-Sticks to go.
Da ich selbst immer mit Walk-Stöcken laufe fand ich es besonders reizend. Denn mit so einem Wanderstock lässt es sich einfach besser laufen, vor allem wenn man den Lykischen Weg geht mit viel bergauf und bergab.

Diese Mauer gehört zu der netten Pension „Dostlar evi“ (Haus der Freunde) und ich bin sicher, dass einer der Gäste auf diese nette Idee kam. Hier komme ich gegen Ende meiner Runde immer vorbei und manchmal besuche ich kurz Mevlüt, um ein Schwätzchen zu halten und werde in der Regel zu einem Tee eingeladen. Was ja auch eine freundliche Alltagsgeste ist, die aber in der Türkei so „normal“ ist, dass sie kaum noch auffällt.
(Überhaupt wäre es in Deutschland ja meist undenkbar, dass ich einfach irgendwo reingehe und jemanden spontan besuche, ohne vorher anzurufen und einen Termin auszumachen :-)).

In dieser Pension treffe ich immer wieder auf nette Menschen, die auch eher zu den „Alternativ-Reisenden“ gehören. Und auf solch nette Ideen kommen.

Freundliche Alltagsgesten

Sonnenaufgang in Cirali

Heute kam mir bei meiner Abendrunde ( 1 1/2 Stunden rund um Cirali) die Idee, in meinen wöchentlichen Newsletter eine Rubrik hinzuzfügen zum Thema „Freundliche Alltagsgesten“. Vielleicht nenne ich sie auch „Sonnenstrahlen“? Das versteht aber wohl außer mir kein Mensch.

Es geht mir darum, ein kleines Gegengewicht zu schaffen gegen die Überschwemmung mit negativen Nachrichten. Man könnte den Eindruck bekommen, dass die Welt hauptsächlich aus Gewalt, Krieg und Hass besteht. So schlimm wie all diese Ereignisse sind, so wichtig finde ich es, die eigene Achtsamkeit und Wahrnehmung zu schulen für die kleinen schönen Dinge.

Und hier soll es speziell um Freundlichkeiten gehen. Wo wir Menschen erleben, die mit einer freundlichen unspektakulären Geste zeigen dass sie an andere denken, etwas nettes oder hilfsbereites tun, ohne etwas dafür haben zu wollen. Nicht einmal ein Danke schön oder Anerkennung, da es oft gar nicht bemerkt wird oder man nicht weiß, von wem es kommt.

Beispiel für eine freundliche Geste

Gestern Morgen habe ich mal kein Yoga vor dem Frühstück gemacht, sondern habe im Meer geschwommen. Ich habe nur ein Handtuch auf den Strand gelegt und ab ins Wasser.

Da sah ich einen alten türkischen Mann mit Hund am Strand entlang kommen und dachte noch: „Hoffentlich pinkelt mir der Hund nicht aufs Handtuch.“ (Wie komme ich nur auf so ne blöde Idee? Hier laufen auch sehr viele freie Hunde rum, die das noch nie gemacht haben).

Stattdessen sehe ich dann, dass sich der Mann neben meinem Handtuch bückt und Steine drauf legt. Damit es bei einem Windstoß nicht wegweht! Und ging weiter.

Er wusste gar nicht, wem es gehört, er schaute auch nicht aufs Meer, wollte kein Danke schön und Nichts. Es war einfach eine kleine für ihn wohl selbstverständliche Geste.

Mir zauberte sie ein zusätzliches Lächeln auf die Lippen. Wobei ich sowieso schon strahlte. Denn in der Morgensonne auf dem Sonnenstrahl im Meer hinauszuschwimmen – das ist schon Strahlefutter genug.

Nun möchte ich hier wöchentlich so ein kleines Beispiel einstellen. Das erfordert von mir natürlich auch ein bewussteres Drauf-Achten, was so um mich herum passiert an netten Verhaltensweisen.

Außerdem lade ich Sie ein, mir Ihre Erlebnisse und Beobachtungen per Mail zu schicken. Damit uns die positiven Beispiele nie ausgehen. ☺☺☺

Fehler sind was Wunderbares!

Theater-19„Aus Fehlern lernen“ heißt es ja immer, trotzdem machen wir in der Regel nicht gerne Fehler, sondern ärgern oder schämen uns, wenn wir einen gemacht haben.

Doch manchmal erlebt man auch Überraschungen, die diese Redewendung beweisen oder erweitern. Zum Beispiel: „Durch Fehler neue Erfahrungen machen.“

Dazu möchte ich von einem aktuellen Fehler berichten, der mir Freitagabend passiert ist.

Ich wollte noch schnell, bevor hier in der Türkei meine Coaching- Woche und das anschließende Seminar beginnen, einige Blogbeiträge schreiben und zumindest den ersten Newsletter fertig schreiben und alles zur späteren Veröffentlichung programmieren. So dass sie nach und nach erscheinen, während ich mit meiner Coaching-Klientin durch die Berge wandere oder am Strand Yoga mache.

Bevor ich die Newsletter verschicke, schicke ich immer einen Test-Newsletter an mich selbst und kontrolliere dann in Outlook, wie er da erscheint und teste noch mal alle Links.

Das wollte ich auch Freitagabend bzw. –Nacht machen, es war wohl schon nach 23 Uhr.

Und stelle mit Entsetzen fest: ich hatte wohl auf die falsche Zeile geklickt. Nicht auf Test-NL, sondern an alle Newsletter-Abonnenten. O was für ein Mist.

Eine doofere Zeit als Freitagsnacht kann man sich für einen Newsletter wohl nicht denken! Zum Glück fiel mir noch ein, dass ich dann auch ganz schnell einen Blogbeitrag freischalten muss, der erst Montag veröffentlicht werden sollte.

Nachdem ich also nichts mehr machen konnte (die ersten 200 waren schon weg, wie sollte ich es jetzt noch stoppen??), dachte ich dann schon: naja, mal sehen. Vielleicht lesen ja auch einige Leute am Wochenende ihre E-Mails? Oder haben gerade dann besonders Zeit, auch mal den Newsletter zu lesen und klicken auf die dort verlinkten Blogbeiträge?

Entsprechend setzte ich dann Samstag auch noch entsprechende Tweets und Posts bei Facebook ab.

Und siehe da, schon am Samstag kamen die ersten Kommentare zum Blogbeitrag: „Nein, es kann nicht jeder ‚einfach mal so‘ gute Online-Seminare geben!“ Und auch am Sonntag.

Gerade dieser Beitrag lag mir wirklich sehr am Herzen und so freut es mich besonders, dass mein Fehler offensichtlich keine Nachteile hatte.

Das wird mir vielleicht auch helfen, auch beim nächsten Fehler gelassen zu bleiben und mir zu sagen: „Oh spannend, mal sehen, welche neuen Erfahrungen ich dadurch mache“.

Das Leben ist voller Widersprüche

Einige Gedanken über das Leben

Angekommen im Paradies!
Klatschmohn
So lauteten meine ersten Posts bei Twitter und Facebook nachdem ich in Çıralı angekommen bin. Und Fotos vom zauberhaften Garten mit Rosen und Palmen und vom menschenleeren Strand.
Viele wünschten mir gute Erholung, eine Kollegin stellte einen Link ein zu Sicherheitsinformationen des Auswärtigen Amts über die Türkei.

Strand von Çıralı

Heute morgen beim ersten Yoga am Strand (auch hier war ich vollkommen alleine) kamen mir die Gedanken: Das Leben ist immer voller Widersprüche.
Wie dieser blühende Klatschmohn auf eine Schutthalde.
Nie ist etwas nur schwarz oder weiß.
Und kurz darauf: Und das ist das Leben!

Passend dazu fällt mir noch ein NLP-Zitat ein: „Es gibt immer mindestens eine dritte Möglichkeit.“ Auch dieser Spruch hat mir schon oft aus der entweder-oder Falle geholfen.

Natürlich sind die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der Türkei erschreckend und beunruhigend. (Das waren sie in meinen Augen schon all die Jahre: undemokratisch, autoritätshörig, unbequeme Journalisten und Künstler im Gefängnis…). Trotzdem fahre ich hin. Ich würde im Moment nicht an der syrischen Grenze Urlaub mache und nicht unbedingt nach Istanbul oder Ankara fahren. Olympos Yaviz HotelSowieso fahre ich nie in Zentren von Massentourismus und Bettenburgen. Obwohl auch da die Wahrscheinlichkeit, dass gerade da eine Bombe hochgeht, immer noch unwahrscheinlicher ist, dass ich vom Auto überfahren werde oder von einer Leiter falle (wie eine andere Leserin schrieb).
Ich bin in einem kleinen Dorf am Meer. Hier fühle ich mich genau so sicher wie in meinem noch kleineren Dorf zu Hause in der Nähe von Köln. Und ich Köln kann auch eine Bombe hochgehen…

1. Beispiel

Ich besuche nicht ein politisches System, sondern ganz konkrete Menschen, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe und sehr mag. Teilweise Freunde, teilweise „Geschäftspartner“ (ich führe hier ja auch Coachings und Seminare durch), teilweise „Dienstleister“. Wobei sich das hier alles immer ziemlich vermengt. Klar verdienen einige an mir (was ich völlig in Ordnung finde, ich nehme für meine Arbeit auch Geld), trotzdem und zusätzlich mögen wir uns und freuen uns, wenn wir uns sehen. Das geht mir zu Hause mit vielen Teilnehmern ja auch so. Ich bin  mit vielen Kollegen und Teilnehmern befreundet.

2. Beispiel

Hier hat die Saison noch nicht begonnen. Sie startet eher im Mai. Ich bin der einzige Gast in dem kleinen Hotel (20 Zimmer). Himmlische Ruhe. Ebenso am Strand, ein fast menschenleeres Paradies.
Doch gleichzeitig wird gebaggert, gehämmert und gesägt. Denn von Mai bis Oktober ist Baustopp, während der Tourismus-Saison. Und nach dem Winter wird jedes Mal alles wieder neu aufgebaut: Die Sonnenschirme in den Strand getackert, alles aufgehübscht und irgendwas Neues muss ja sein. (Obwohl wir Touristen jedes Mal jaulen. NEIN, das war doch vorher viel schöner!!  Das kapiert der Türke aber nicht :-))

3. Beispiel

„Flüchtlingskrise“.
Sie führt auf der einen Seite dazu, dass es eine AfD gibt und erschreckend viele Menschen eine solche Partei wählen, was mich fassungslos macht.
Gleichzeitig nehme ich auch wahr, wie viele Menschen sich für Flüchtlinge einsetzen und helfen. Tatkräftig und ausdauernd. In meinem Wohnort Lohmar gibt es eine sehr engagierte Flüchtlingshilfe, die Unglaubliches auf die Beine stellt und sehr viele Helfer hat. Und das sind nicht meine „politisch bewussten und engagierten“ Freunde – die haben alle „keine Zeit“ -, sondern ganz normale Menschen, die einfach anpacken. Damit hatte ich nicht gerechnet und es freut mich.

Ich glaube nach wie vor, es ist unsere Entscheidung, worauf wir unseren Fokus richten. Um bei dem simpelsten Beispiel zu bleiben. Ich kenne das, wenn ich völlig in etwas vertieft bin, nehme ich gar nicht wahr, dass der Nachbar seit Stunden Rasen mäht. Das kann ich dann vollkommen ausblenden.

So genieße ich mein Paradies, mit allen Widersprüchen im außen und in mir.

Rosen im Garten vom Olympos Yavuz Hotel

Holprige Ankunft im Paradies

2015-04-15 07.09.00Die An- und Abreise könnte man meinetwegen streichen. Beamen oder Schnipsen wäre mir deutlich lieber. Die Flugzeiten sind immer grauslich. Diesmal führte es zu einer Nacht komplett ohne Schlaf, und aus dem Alter bin ich leider raus, wo ich das mit links wegstecke.

Um 1 Uhr in der Nacht kam das Taxi. Die Hoffnung, vorher wenigstens noch 2-3 Stunden schlafen zu können, war trügerisch. Erstens dauerte ein spannender Film bis kurz vor 23 Uhr, anschließend sprang ich alle 10 Minuten von der Couch, weil mir noch was einfiel oder ich nervös aufs Klo musste.

Am Flughafen checkte ich wohl als erste ein, keine lange Warteschlange vor mir und gottlob eine gutgelaunte Mitarbeiterin am Check in. Denn obwohl mein Koffer zu Hause noch 20,30 Kilo wog, wog er nun deutlich über 21 Kilo. Doch sie drückte ein Auge zu. Früher durfte man ab 4 Wochen 10 Kilo mehr mitnehmen, das wurde irgendwann mal rigoros gestrichen. Und ich fliege für 6 Wochen…

Nun denn, erste Hürde also geschafft.
Nächste: das Durchleuchtungsprogramm. Nicht nur musste ich wie immer mein Laptop auspacken, nein, er wollte auch all den anderen Kram aus dem Laptop-Rucksack sehen. Und fragte mich dann fassungslos, was ich denn mit all dem Elektronik-Kram wolle. Ich packe immer alles Kabelzeugs und Festplatten etc. in den Rucksack, weil man den zusätzlich zum Handgepäck mitnehmen darf.
Ich sagte, dass ich Bücher schreibe und Online-Seminare mache. Ja, wo denn?
Und so entspann sich ein nettes Gespräch und zum Schluss musste ich ihm meinen Urlausort aufschreiben, von dem ich so schwärmte. Er war nämlich Türke.

Im Flugzeug hätte ich zum ersten Mal im Leben wirklich einschlafen können. Ich war so müde, dass ich merkte, wie mein Kopf nach unten schnuckte. Aber neben mir auf der anderen Seite des Ganges saß ein Mann, der sich permanent mit einem Mann vor ihm und vor mir unterhielt, mit der lautesten Stimme. Jeder Furz-Gedanke, der ihm durch den Kopf schoß, wurde lautstark geäußert. Ich hätte ihn erwürgen mögen.

Flughafen AntalyaIn Antalya dann angekommen, kam mein Koffer fast als letzter, ich war schon wieder kurz vorm Herzinfarkt. Schließlich kam er, es fehlte lediglich einer der beiden Koffergurte. Das würde ich verschmerzen.

Da ich mich ja inzwischen seit meinem Mut-Muskel-Training auskenne, besorgte ich mir eine Karre für mein ganzes Bleigepäck. Denn neben Koffer und Laptoprucksack hatte ich eine Handgepäck-Tasche voller Bücher und Papier für die Seminare und meine Arbeit, die ich nach den zwei Wochen Urlaub dort anfangen. Und inzwischen noch eine vierte Tasche mit all den Klamotten, die ich am Flughafen erst mal vom Leibe riss, weil die Temperaturen doch deutlich höher sind als bei uns.

Also alles auf dem Kofferwagen und ab nach rechts zur Bushaltestelle für die Fahrt zum Busbahnhof. Ich wusste, dass es ziemlich weit zum Schleppen war. Doch nun? Zack, stand ich kurz drauf vor einem Zaun. Verdammt, ich war in einem anderen Terminal gelandet. Ich fragte eine Security-Dame und sie zeigte in eine Richtung. Diesmal war die Haltestelle also ganz nah. Wann der  Bus denn käme, wusste niemand. Aber nach 15 Minuten kam er und ich erwischte einen guten Platz, vor dem genug Platz war für Koffer und Taschen.

Die nächste Station war dann der andere Terminal und der Bus wurde voll. Alle knallten ihre Koffer vor mich, zum Teil aufrecht auf Rollen stehend – und bei der nächsten Kurve rollte die ganze Chause Richtung Tür. Mir egal.

Am Busbahnhof wusste ich auch, wo es weitergeht. Also mit dem ganzen Geraffel dorthin gezerrt und an den Schalter. Nein, diesmal gibt’s die Tickets im Bus. Auch Recht. Ein Mann (der Fahrer) schnappte sich meinen Koffer und packte ihn in den Bus. Ich mit meinem Püngel hinterher und ein  Einzelplatz an der Tür. Zwar mit einem Vorsprung rechts für die Tür und etwas eng, aber besser mit Sicht als auf die Vorlehne zu starren, dann wird mir schlecht.

Die Fahrt mit dem Dolmuş glich einer Schneckenfahrt. Die ersten Kilometer fuhr er höchstens 30 und hielt und hupte an jedem Baum, in der Hoffnung, es kämen noch weitere Fahrgäste hinzu.

Nachdem wir dann eine Stunde durch Antalya und weiter geschlichen waren, bretterte er die letzte halbe Stunde plötzlich los, so dass ich mich festhalten musste. Trotz neugebauter Straße hatte ich den Eindruck, es gibt mehr Kurven. In der Zeit entspann sich auf dem Sitz links neben mir ein Drama. Eine junge Frau hatte ihren Ring verloren. Womöglich den Ehering? Es folgte unsystematisches Suchen auf ihren zwei Sitzen, unter ihrem Sitz, erst auf Nachfrage schauten auch die vor und hinter ihr unter ihre Sitze. Dreimal kramte sie ihre Tasche aus, dazwischen hektische Telefonate übers Handy.

Mitten im Drama fragte dann der Fahrer irgendwas, aber ich verstand immerhin „Çıralı“ und rief: „Evet, Çıralı“ und schnappte meinen Kram. Er holte hinten den Koffer raus und erst jetzt sagte er mir auf Nachfrage, was ich zu zahlen hätte.

Über die große Straße zur Abzweigung nach Çıralı und schon kam mir der Dolmuş- Fahrer freudig entgegen. „Hoş geldin! Herzlich Willkommen!“ und wollte mein Gepäck einladen. Aus den Erfahrungen der letzten zwei #MuMuT-Aktionen wusste ich aber, dass jetzt im Leben nicht so bald andere Fahrgäste kämen und ich entweder stundenlang warten müsste oder quasi Taxi-Geld bezahlen müsste. Nein, danke, schleppte ich mich die Straße einige Anstandsmeter weiter. Er rief mir noch hinterher, dass ich für ein Taxi noch 5 TL mehr zahlen müsste. „Taxi yok!“ rief ich und streckte den Daumen raus, da gerade ein Auto um die Ecke bog.

Und wie immer hielt gleich das erste Auto, zwei Männer, einer stieg aus, packte meinen Kram rein, der andere stellte seinen Koffer von der Rückbank hochkant, so dass ich komfortabel sitzen konnte. Ich war entzückt.

Sie sprachen zwar die ganze Fahrt kein Wort, auch miteinander kaum, und packten mir genauso muffig mein Gepäck wieder aus, als wir im Ort ankamen, aber ich war hocherfreut.

2015-04-16 08.43.54So schob ich also die letzte Strecke, den kleinen Weg zum Hotel entlang. Nach ein paar Metern sah ich das neue Restaurant von Rabia (hatte ich schon über Facebook mitbekommen) und Shaban, ihr Mann winkte mir fröhlich und begrüßte mich. Ich wusste schon vom letzten Mal, dass er mir nicht beim Schleppen helfen würde, aber immerhin hat er wohl Ahmet angerufen, meinen Pensionswirt. Der kam mir dann die letzten Meter entgegen. Herzlich, strahlen, freundlich. Mit neuen kurzen Haaren und einer gesunden Haut, die er gleich stolz präsentierte. Er hatte die letzten Jahre immer heftigere helle Flecken im Gesicht gehabt und im Herbst dann eine merkwürdige (aber wohl vom Arzt empfohlene?) Therapie gemacht. Sich mit irgendwas eingeschmiert und mittags in die Sonne gelegt. Scheint funktioniert zu haben.

FamilieJa, und im Hotelgarten saß dann fast die ganze Familie. Ich bilde mir nun nicht ein, dass sie alle zu meinem Empfang da saßen (ich bin der einzige Gast :-), aber es freute mich trotzdem.
Ahmet und Münevver, meine Pensionswirte, ihre Schwester Rabia und ihre andere Schwester und Mann, dann noch die Brüder Zia und Derya. Also volles Haus. Fast die ganze Familie von Münevver ist über Çıralı verteilt und haben Pensionen, Bungalows oder Restaurant.

Mein ganzer Krempel, den ich immer hier lasse, stand schon im Zimmer, ebenso mein Tisch auf dem Balkon. Ganz vorzüglicher Service.
Und zur Begrüßung bekam ich dann frisch gepressten Orangensaft und selbstgebackene Kekse. Mmmm. Ohne Frühstück hätte ich zwar lieber erst mal was Herzhaftes gegessen, aber mir war klar, dass ich das nicht ablehnen konnte. Und es schmeckte ja auch köstlich.

Und bevor ich irgendwas auspackte und räumte, legte ich mich erst mal in die Hängematte nach dieser schlaflosen Nacht.

Hängematte

Juhuu – meine 3. Webseite ist nun fertig!

Webseite Türkei-SeminarIch freue mich und bin auch ziemlich stolz!

Ich freue mich!

Ich freue mich, weil ich es nun geschafft habe, eine eigene Webseite für meine Seminare in der Natur zu veröffentlichen.
Da diese Seminare für mich immer mehr in den Mittelpunkt rücken und sozusagen mein Herzensthema geworden sind, wollte ich ihnen auch einen entsprechenden Rahmen geben. Damit sie nicht länger nur als eine Unterseite auf meiner alten (1.) Webseite ZamyatSeminare dümpeln.

Ich freue mich auch, weil ich diese Webseite selbst total schön finde. Mit der Möglichkeit, große Landschaftsfotos über jeder Seite einzustellen, wo mir selbst jedes Mal das Herz aufgeht, wenn ich auf die Seiten komme.
Die luftiger und leichter ist als meine alte Webseite.

Schauen Sie sich um, stöbern Sie und genießen Sie einfach die schönen Landschaften, die sich oft sogar direkt vor der Haustür befinden.
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