Ein tolles Interview- mit Ermutigung

Gelebte Kreativität, Natur-Seminare, berufliche Erfüllung…. Zamyat M. Klein im Interview – so lautet der Teaser des Interviews.

Zamyat 1983Meine Überschrift klingt vielleicht nach Selbstlob-ich meine damit aber ebenso die Bloggerin, die mich zu diesem Interview verführt hat, obwohl ich im Moment etwas viel Arbeit um die Ohren habe.

Denn ich habe beim Interview gemerkt, dass ich schon die Fragen klasse fand, zum Teil auch ungewöhnlich. So dass es mir wirklich Spaß machte und dadurch gleich neue Projektideen aufkeimten, die wir schon im Kommentar weiterspinnen.

Gleichzeitig kann ich hiermit auch ein Blog vorstellen, dass zu meiner Abteilung Ü50/Ü60 passt: Das Unruhewerk von Maria Al-Mana. Durch sie bin ich auch auf ein ganzes Netzwerk von Bloggerinnen Ü50 gestoßen, das demnächst schon gleich ein Live-Treffen in Köln organisiert hat. Es tut sich viel, von ruhigem Rentendasein scheint bei uns allen nicht viel vorhanden zu sein.

Für das Interview sollte ich mein liebstes Foto auswählen und das hier ist eins meiner liebsten. Es ist von 1983, als ich zum allerersten Mal in der Türkei war, in einem Work-Projekt, das chaotisch ohne Ende war. Aber das Foto gefällt mir einfach sehr gut – und zeigt leider sehr deutlich, wie die Zeit vergeht :-).

Ich gehe meinen Weg

Sie kennen vielleicht diese Übung, bei der man den immer gleichen Satz spricht, aber jeweils ein anderes Wort betont. Dadurch bekommt der Satz jedes Mal eine ganz andere Bedeutung.

2014-03-02 13.11.45-1Heute beim walken ging mir plötzlich dieser Satz durch den Kopf. „Ich gehe meinen Weg.“

Diesen Satz habe ich dann mit den verschiedenen Betonungen durchexerziert und das Ergebnis war ziemlich aufregend und bei diesem speziellen Satz wird es auch zwangsläufig etwas persönlicher.

Probieren Sie es selbst aus. Sie können es ja mit einem anderen Satz machen, der für Sie gerade wichtig ist.

Ich gehe meinen Weg.

Es geht um mich. Und wer sonst sollte meinen Weg gehen außer mir?
Andere gehen andere Wege, nämlich ihre.

Ich gehe meinen Weg.

Gehen hat mit Bewegung und Veränderung zu tun. Welche Veränderungen stehen an? Wohin will ich mich bewegen?

Und auf der ganz praktischen konkreten Ebene: Es ist mein Ziel, mich jeden Tag zu bewegen, zusätzlich zu meinem morgendlichen Yoga. Am liebsten eine Stunde walken, was aber je nach Terminen nicht immer geht. Aber dann wenigstens aufs Trimmrad oder andere Aktionen.

Ich gehe meinen Weg.

Für mich macht es nur Sinn, wenn ich die beiden Worte zusammen nehme.

Das ist ein Thema, das mich ein Leben lang begleitet und auch immer wieder auftaucht in Coaching und Therapien, die ich mir gönne.

Es ist nicht so einfach und immer wieder ein Lernthema, auch für mich in meinem Alter. Mir immer wieder zu sagen: Es ist mein Weg und ich habe das Recht, eigentlich auch die Pflicht, zu entscheiden, wie ich meinen Weg gehen will. Meinen Lebensweg, meinen beruflichen Weg. Sehen, wohin der mich  führt, wie experimentierfreudig ich bin, was ich alles ständig noch verändere und Neues versuche. Und das kann auch niemand anderes entscheiden.

Trotzdem bin ich wie alle anderen Menschen von allen möglichen Erwartungen, Prägungen und unbewussten Strukturen beeinflusst, so dass man  da wirklich immer wieder genau hinschauen muss. Mach ich das jetzt, weil das wirklich mein Weg ist oder weil ich denke, dass andere das erwarten, dass ich das tue.

Es hat auch viel mit Achtsamkeit zu tun. Denn oft meinen wir, dass wir unseren Weg gehen, während wir schon längst den Kontakt zu unserem innersten Wegweiser verloren haben.

Stattdessen bemühen wir uns, die Erwartungen von anderen zu erfüllen, Ansprüchen zu genügen, die vielleicht gar nicht wirklich unsere sind. Uns scheinbaren Zwängen beugen, die wir aber ebenso gut durchbrechen könnten.

Ich gehe meinen Weg

Da fällt natürlich jedem das leider inzwischen schon inflationär gebrauchte, aber dennoch richtige Zitat aus dem Zen ein: „Der Weg ist das Ziel.“

Das heißt, ganz egal was das Ziel ist und ob ich es so erreiche, wie ich es ursprünglich vor hatte, wenn ich den Weg wirklich bewusst gehe (und das ist ja eigentlich der Gedanke des Zen dahinter), völlig achtsam und bewusst wahrnehme, was ist und mich auch mit dem arrangiere, was ist, dann kann so ein Weg eine ungeheure Lernerfahrungen ermöglichen. Auch gerade, wenn er Umwege macht und nicht schnurstracks zum Ziel führt. Und das Ziel ist im Grund dann nur noch das Sahnehäubchen oder die Belohnung oben drauf.

Abgesehen davon, dass sich das Ziel auch während des Weges wieder verändern kann, dass sich der Horizont verschiebt und spätesten da merkt man: es geht wirklich um den Weg.
Es geht darum, loszugehen, etwas anzufangen, etwas zu initiieren, etwas umzusetzen und nicht nur in Gedanken und Zielvisionen  hängen zu bleiben. Sondern auch einiges dafür zu tun, sich dort hin zu bewegen.

Und während ich mich eben auf diesem Weg bewege, passieren die Dinge, um die es eigentlich geht. Wo ich lerne, wo ich neue Erfahrungen machen kann, wo ich Begegnungen habe, Erkenntnisse usw.

Den eigenen Weg bestimmen

Um den eigenen Weg zu finden und auch den Mut zu entwickeln, ihn konsequent zu gehen, ist es hilfreich, bewusst Abstand zu nehmen und sich aus dem Alltag herauszuziehen. Am besten noch mit einem räumlichen Abstand und von außen auf sein Leben schauen.

Verbringe ich meine Zeit mit den Dingen, die ich tun möchte? Die ich sinnvoll finde und die mir und anderen Freude bereiten? Oder hänge ich wieder mal in einer Tretmühle, die frustrierend und Kräfte zehrend ist?

Es lohnt sich,  so einen Blick von außen auf das eigene Leben und seine Arbeit zu werfen und sich dafür auch eine Auszeit zu nehmen.

Das kann die tägliche Stunde walken sein, die immer wieder eine Unterbrechung bringt und frische Luft durchs Gehirn bläst.

Das kann ein ganzer Tag sein, wie beispielsweise der Kreativ Walk oder ein Wochenende, das man in der Natur verbringt.

Oder so ein ganz besonderes Seminar, wo Sie eine Woche Zeit haben mit Abstand vom Alltag, mit weitem Blick und weitem Herzen in schönster Natur zu prüfen, wo Sie stehen und zu planen und zu kreiieren, wohin Sie weiter gehen.
Diese Möglichkeit haben Sie bei meinen Türkei-Seminaren, dem Orient-Express wo Sie ein Herzenprojekt planen, oder „Ihr Leben gestalten und planen“ oder ganz speziell die Zeit Ü50/ Ü60 kreativ gestalten wollen. Diese Seminare biete ich immer im Frühjahr und Herbst in der Türkei an.

Damit Sie wieder sagen können:

Ich gehe meinen Weg.

Und um noch ein Beispiel zu nennen: Ich habe gemerkt, dass es mir ungeheuer gut tut, viel in der Natur zu sein und mich eben auch viel zu bewegen.
Sie glauben aber nicht, was für Kämpfe ich da mit mir und meinem „Leistungsdenken“ oder was auch immer ausfechten musste, um mir „zu erlauben“, mittags vom Schreibtisch zu verschwinden und eine Stunde zu walken. Wo doch immer soo viel auf dem Schreibtisch liegt…

Noch krasser ist das natürlich mit meinen immer länger werdenden Türkei-Aufenthalten. Obwohl ich da ja auch arbeite, Seminare anbiete, Webinare durchführe und Bücher schreibe (sprich: nicht nur Urlaub mache). Aber mich da „zu trauen“ und die Zeiten bewusst immer weiter auszudehnen, war auch nicht immer so leicht. Und nicht immer wieder in Rechtfertigungen zu fallen, sondern einfach froh und stolz zu sagen: Ja, ich habe es geschafft, große Teile meiner Lebens-Vision schon umzusetzen!

Ich kann nur alle dazu einladen, das ebenfalls zu machen. Denn es ist unser Leben!